
Die Idee, mal eine ganz große Herausforderung zu suchen, wurde in unserer damaligen
L-Gruppe im Herbst 1998 geboren. Wir, das heißt: Manfred Stößer, Dieter Hombach, Walter Fischer, Eduardo Ferrara, Hans Olesen und Helmut Schumacher, waren uns damals sehr schnell einig, dass es die Teilnahme am Radklassiker Mailand-Sanremo sein musste, der – unabhängig vom Weltcuprennen für die Profis – jährlich am letzten Maisonntag für Amateure und ambitionierte Hobbyfahrer – von der UNIONE CICLOTURISTICA SANREMO veranstaltet wird. Wir hätten die Hin- und Rückreise (jeweils ab und bis Karlsruhe) auch einfach über den Rad-Reiseveranstalter Velotravel Rad + Reisen (deaus), so dass jeder Teilnehmer mehr als 200 Euro im Vergleich zum Angebot von Velotravel sparte.
Am Vorabend wurden die Räder in Hennef im Rad-Anhänger sicher verstaut und festgebunden. Am 28. Mai 1999 frühmorgens um 5 Uhr startete die Reisegruppe nach Mailand. Dort pünktlich um 16:30 Uhr am Hotel in Rosate (9 km vom Startort in Rozzano) angekommen, fuhren wir sofort mit den Rädern zur alten Rennbahn BIG in Rozzano, um die Startunterlagen abzuholen und die steifen Beinmuskeln zu lockern (inzwischen wurde der Startort des Rennens nach Settala, östlich von Mailand, verlegt).
Der Renntag selber verlief wie folgt: 04:45h Wecken, 05:15 Frühstück, dann Gepäckverladung in den Bus und um 06:15h gemeinsame Abfahrt aller Rennteilnehmer zum Start; alles war gene-ralstabsmäßig durchorganisiert – und es klappte tadellos!
Nach dem Massenstart um 7 Uhr setzte sich das große Teilnehmerfeld zunächst langsam in Bewegung aber nachdem die enge Stadioneinfahrt passiert und die nach Süden führende Staatsstraße SS35 erreicht war, zog das Tempo unglaublich an und alsbald hatten sich viele Gruppen gefunden, die mit 40 – 45 km/h durch die Poebene rasten.
Unser damaliger Pressewart Manfred, einer der sechs CITO-Teilnehmer, fasste seine persönlichen Eindrücke später in einer Presse-Mitteilung wie folgt zusammen:r quer durch Europa Reisen für Interessenten an bekannten Radrennen anbietet) buchen können (Kosten 549 Euro plus Startgebühr + An- und Rückreise nach/von Karlsruhe). Aber Sportwart Helmut fand eine sowohl bequemere als auch kostengünstigere (jedoch für ihn persönlich sehr arbeitsintensive) Lösung: Die Reise, in Kooperation mit dem Hennefer Reisebusunternehmen Rötzel Reisen, von A – Z selber organisieren…was sich natürlich nur bei einem vollbesetzten Bus kostenmäßig rechnen würde. Nach monatelanger Akquise war es dann geschafft: 25 Rennradler und eine Frau hatten sich beim CITO zur Mitfahrt angemeldet, dazu als Helfer*in Petra Hombach und Ernst Brysewitz (Köln). Die Teilnehmer am Radrennen kamen aus folgendenVereinen: CITO (6), von der Ski-Gilde Sankt Augustin (5) vom RSC Wipperfürth (4) vom Sturmvogel Dortmund (3), vom TSV Seelscheid (2), vom Ski-Club Meckenheim (2), der Sportgruppe der Kreisverwaltung (2) plus ein vereinsloser Radler aus Köln. Jedenfalls war es bei dieser TN-Zahl möglich, den angepeilten Reisepreis von 360 EUR/Person zu halten (für: Busreise, Fahrradtransport in einem Spezialanhänger, zwei Übernachtungen vor Ort, plus zweimal zusätzliche Verpflegung entlang der Rennstrecke vom Bus aus), so dass jeder Teilnehmer mehr als 200 Euro im Vergleich zum Angebot von Velotravel sparte.
Am Vorabend wurden die Räder in Hennef im Rad-Anhänger sicher verstaut und festgebunden. Am 28. Mai 1999 frühmorgens um 5 Uhr startete die Reisegruppe nach Mailand. Dort pünktlich um 16:30 Uhr am Hotel in Rosate (9 km vom Startort in Rozzano) angekommen, fuhren wir sofort mit den Rädern zur alten Rennbahn BIG in Rozzano, um die Startunterlagen abzuholen und die steifen Beinmuskeln zu lockern (inzwischen wurde der Startort des Rennens nach Settala, östlich von Mailand, verlegt).
Der Renntag selber verlief wie folgt: 04:45h Wecken, 05:15 Frühstück, dann Gepäckverladung in den Bus und um 06:15h gemeinsame Abfahrt aller Rennteilnehmer zum Start; alles war gene-ralstabsmäßig durchorganisiert – und es klappte tadellos!
Nach dem Massenstart um 7 Uhr setzte sich das große Teilnehmerfeld zunächst langsam in Bewegung aber nachdem die enge Stadioneinfahrt passiert und die nach Süden führende Staatsstraße SS35 erreicht war, zog das Tempo unglaublich an und alsbald hatten sich viele Gruppen gefunden, die mit 40 – 45 km/h durch die Poebene rasten.
Unser damaliger Pressewart Manfred, einer der sechs CITO-Teilnehmer, fasste seine persönlichen Eindrücke später in einer Presse-Mitteilung wie folgt zusammen:
„Die Aufstellung zum Start der 1.700 Teilnehmer erfolgte in der Radrennbahn von Rozzano, einem südlichen Stadtteil von Mailand. Pünktlich um 7.00 Uhr erfolgte der Startschuß und dann war auf den Straßen die „Hölle“ los. Mit einem Wahn-sinnstempo ging es in riesigen Pulks Richtung Süden. Rote Ampeln konnten das Fahrerfeld nicht beirren, die Polizisten waren eindeutig auf unserer Seite. Die Devise lautete: „Kette rechts“. Nach genau 2 Std.50 Minuten waren bereits 100 km in der flachen Po – Ebene zurückgelegt. Langsam sah man in der Ferne die Ausläufer der Ligurischen Alpen. Diese galt es zu bezwingen. Über den flott gefahrenen, auf Grund der Hitze anstrengenden „Passo del Turchino“ ging es dann in einer Schussfahrt hinab an die Riviera. ….“
Also, die wilde Hatz (bestens polizeilich gesichert durch die Polizia Stradale, eine Spezial-einheit der italienischen Staatspolizei primär für die Überwachung und Sicherheit des Straßen- und Autobahnverkehrs, die uns auf ihren Moto-Guzzi Motorrädern permanent durch die Provinz Lombardei geleitet hatte und dafür sorgte, dass alle Verkehrsampeln für uns „auf Grün“ standen) ging über Pavia, Casteggio, Tortona (Strecken-Km 82), Novi Ligue und Ovada (Beginn einer leichten Steigung). Schließlich begann dann in Campo Ligure auf der Strada Provinziale 456 der 4 km lange 5,3% steile Anstieg zum Turchino-Pass, wo sich auch die erste von zwei großen Verpflegungsstationen befand.
Danach ging es von 532 m Seehöhe auf 10m Seehöhe runter nach Genova Voltri an der liguri-schen Küste. Hier gab es keinen Polizeischutz mehr, dafür aber einen irren Autoverkehr auf der berühmten Staatsstraße Via Aurelia (SS1). Es gab auch keine großen Fahrerfelder mehr und somit auch keinen nennenswerten Windschatten. Unsere CITO-Kerngruppe war aber stabil zusammengeblieben. Vorneweg im Wind war die meiste Zeit über Dieter zu finden, was bei konstantem und böigen Gegenwind (der berüchtigte TRANSMONTANA, ein böiger Fallwind der vom Apennin herunterkommt) über die verbleibenden 140 km eine Riesenleistung war! Dieter zog manchmal so stark am Horn, dass die Gruppe kaum folgen konnte, was ihm prompt den Namen: „Dieter-Gnadenlos“ eintrug.
Das in der Lombardei noch leicht diesige Wetter hatte uns längere Zeit vor allzu starker Sonneneinstrahlung bewahrt. Nach dem Turchinopass war es damit aber vorbei: Auf dem gesamten verbleibenden Streckenteil von 140 km brannte der Planet vom Himmel. Folglich versuchten wir so ökonomisch wie möglich, aber mit gleichmäßig hohem Tempo zu fahren, immer der berühmten ligurischen Küstenstraße Via Aurelia folgend, nach Westen. Wir passierten: Savona und Petra Ligura, dann Albenga.
Zwischen Albenga und Imperia warteten dann die drei „CAPPIS“ auf uns, (Capo Mele, Capo Cervo, Capo Berta); das sind veritable Anstiege der Küstenstraße in die Klippen der Steilküste hinein.
Mit Copa Mele (Strecken-Km 253) geht es los (60 HM) bald gefolgt von Capo Cervo (60HM) und schließlich (Strecken-Km 265) das Capo Berta, mit 130 HM der schlimmste von allen. Dabei floss der sonntäglich dichte Autoverkehr so langsam neben uns her (die Abgasemissionen waren gigantisch!), dass wir eher die Autos überholten als umgekehrt (was auch daran lag, dass es im folgenden Ort immer Staus vor Verkehrsampeln gab.
In Albenga, 50 km vor dem Ziel, hatte unser Bus zum zweiten Mal Position bezogen, so dass Petra und Heinz uns bestens mit kalten Getränken, Bananen Müsliriegeln und – wer wollte – sogar mit Wurstbroten und Kaffee versorgen konnten…
Das Schlußwort sei hier wieder dem Pressebericht von Manfred vorbehalten (siehe Seite 4):
„Endlich nach 286 km kam der letzte, der 4 km lange Anstieg (3,7%) hinauf zum Poggio. Das war dann nochmals ein richtiges „Brett“ für uns. Noch ein letzter Blick über die zahlreichen Gewächshäuser und dann rein in die steile und sehr kurvenreiche Abfahrt hinunter ins Ziel nach San Remo.
Das Resümee: 290 km in einer Fahrzeit von 9 Stunden und 30 Minuten, dies entspricht einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 31 km/h! Voller Stolz nahmen wir unsere Urkunden entgegen.


Die CITO-Helden von Mailand-Sanremo:
(v.l.n.r):
Dieter Hombach
Manfred Stößer
Eduardo Ferrara
Helmut Schumacher
Walter Fischer
Hans Olesen
